Frage zum Abführen

Judy

Neues Mitglied
Liebe Sandra,

nach drei Entlastungstagen habe ich heute Morgen probiert mit Glaubersalz abzuführen - so wie beschrieben 30g auf 1/2 Liter Wasser. Im Anschluss habe ich einen Schluck Pfefferminztee getrunken, zweieinhalb Stunden später dann meinen Selleriesaft. Ich hatte heute morgen vorm Glaubersalz Stuhlgang und heute Nachmittag - allerdings festen Stuhlgang. Fühle mich verstopft und mein Bauch ist aufgebläht. Kannst Du mir einen Tipp geben, was ich machen kann? Den Einlauf wollte ich morgen erst machen. Mir ist wichtig, dass nicht nur der Dickdarm "frei" ist, sondern auch der Dünndarm, wohin der Einlauf ja nicht gelangt.

Liebe Grüße, Judy
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Hallo liebe Judy!

Man muss nicht unbedingt Durchfall haben nach der Glaubersalzeinnahme. Jeder Darm reagiert hier anders. Es ist also völlig in Ordnung, wenn der Stuhlgang normal war. Sowohl Glaubersalz als auch Selleriesaft können bei manchen Menschen zu Blähungen führen, die aber nach kurzer zeit wieder vergehen. Einläufe helfen da sehr gut.
Um die Reinigung des Dünndarms musst du dir keine Gedanken machen. Der Speisebrei verbleibt dort nämlich nicht. Der Dünndarm transportiert auch beim Fasten alles weiter in den Dickdarm. Dort kann es dann allerdings während des Fastens zum Stillstand kommen und daher macht man Einläufe.
Also ich würde einfach mit Einläufen alle 1-2 Tage, je nach Bedarf, arbeiten. Damit fühlen sich die meisten Menschen ausreichend entleert.

Alles Gute dir und liebe Grüße,
Sandra
 

Judy

Neues Mitglied
Liebe Sandra, vielen Dank für die schnelle Antwort - tatsächlich habe ich nach 7,5 Stunden einige durchfallartige Entleerungen erlebt, war wohl etwas zu ungeduldig. Ich bin jetzt am Ende des 3. Tages und leide seit Tag 2 unter Übelkeit. Tägliche Leberwickel, Einläufe, Basenbäder und Bewegung (heute sogar Joggen) praktiziere ich. Allerdings bekomme ich außer Wasser und ein paar Schlucke Tee nichts herunter. Meine Fastenbrühe, die ich wie von Dir beschrieben zuvor vorbereitet und portionsweise eingefroren habe, verstärkt die Übelkeit. Ebenso der Selleriesaft, den ich am ersten Tag frisch gepresst getrunken habe. Jetzt stelle ich mir folgende Fragen: 1. Sollte ich zur Mineralstoffversorgung etwas einnehmen? 2. Appetit hätte ich auf einen süßlich-sauren Saft wie Apfel und Zitrone, allerdings faste ich nach Absprache mit Ernährungsberaterin und Arzt primär aufgrund meiner Magen-Darm-Probleme: Ich habe eine (wohl sekundär erworbene) Histaminintoleranz sowie eine Dysbiose im Dickdarm und auch eine Dünndarmfehlbesiedlung (Sibo), insbesondere Letztere erhoffe ich durchs Fasten zu heilen, indem dadurch die fehlbesiedelten Bakterien im Dünndarm ausgehungert werden. Jetzt stehe ich vor folgenden Dilemma: Ein frisch gepresster Saft würde ggf. die Übelkeit mindern - aber die Bakterien im Dünndarm durchfüttern. Hättest Du an dieser Stelle einen Tipp für mich? 3. Ich mache mir auch Gedanken über mein Gewicht: Mit 51,8kg und über Körpergröße von 1,65m bin ich gestartet, am Morgen des 3. Tages lag ich schon bei 49,8. Kannst Du mir ungefähr sagen, wo die absolute Untergrenze liegt? 4. Liebe Sandra, Dein Programm und Dein ganzer Content ist großartig! Vielen Dank für Deine unfassbar wertvolle Arbeit!
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Hallo liebe Judy!

Ich finde es sehr gut, dass du deine Fastenkur mit Arzt und Ernährungsberater abgesprochen hast. Ich gebe dir ergänzend gerne meine Fastentipps zur Hand:
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen viel leichter durch eine Fastenkur kommen, wenn sie etwas Saft (Gemüse mit etwas Obst) trinken. Etwa 200 ml pro Tag reichen oft schon, um Übelkeit, Kreislaufprobleme und Motivationstiefs zu beseitigen. Vielleicht ist in deinem Fall ein Karottensaft mit einem Spritzer Zitrone sowie ein paar Tropfen Leinöl gut. Ich denke, es kommt sehr stark auf die Menge an, ob die falschen Bakterien im Dünndarm davon profitieren. Da sprichst du am besten mit deinen Therapeuten, ob ein Glas Karottensaft ginge. Ich würde mal meinen, dass die Vorteile des Saftkicks überwiegen.

Ansonsten kannst du zur Mineralstoffversorgung auch eine Basenmischung trinken, falls du sie runter bekommst - schmeckt aber nicht übel, nur leicht salzig.
Wenn die Suppe gar nicht geht, kannst du sie ja für nach dem Fasten zum Kochen verwenden - man braucht ja häufig Gemüsebrühe.

Was dein Gewicht betrifft, ist aus meiner Sicht eine Woche Fasten kein Problem - du hast ja auch das ärztliche OK. In den ersten Tagen verliert man am meisten Gewicht, da man stark entwässert und auch den Darm leert. Das kommt nach dem Fasten schnell wieder, keine Sorge.

Danke für deine wertschätzenden Worte zu meinem Fastenprogramm - das freut mich sehr 🥰

Alles Gute dir und liebe Grüße,
Sandra
 
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