"Gefühlshunger" - Essen, obwohl man eigentlich keinen Hunger hat

Jochen Auer Wohlfühlpilot

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Mit diesem Thema eröffne ich einen Aspekt von Essen, den wahrscheinlich jeder kennt. Ich spreche vorwiegend von Zeiten jenseits des Fastens, also des sonst üblichen Alltags, in dem Essen zwar notwendig ist, aber nicht unbedingt immer im Vordergrund steht. Wir essen nicht nur, wenn wir Hunger haben, wir essen auch aus Gewohnheit, zur Belohnung, aus Langeweile, manchmal auch bei Frust oder Traurigkeit. Ich fasse das hier unter dem Begriff "Gefühlshunger" zusammen, denn der wahre Grund hinter dem Essen sind Gefühle. Der Gefühlshunger ist der Hunger, der eigentlich körperlich nicht notwendig ist, aber ich brauche ihn trotzdem, weil es "eben so gut schmeckt". Vielleicht ist es sogar genau der Hunger, der beim Fasten sehr stark psychisch in Erscheinung tritt. Kennt das jemand?
Mein Name ist Jochen Auer, ich bin klinischer Psychologe und beschäftige mich mittlerweile seit über 10 Jahren mit dem Zusammenhängen zwischen Psyche und Essen. Ich helfe Menschen dabei, Gefühle und Essverhalten wieder voneinander zu entkoppeln. Was das bringt? Sehr viel Freiheit! :)
 

kerstink

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Hallo Jochen,

dein Thema hört sich interessant an und ich kann mir vorstellen, dass sich dort viele wiederfinden.
 

Jochen Auer Wohlfühlpilot

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Hallo Jochen,

dein Thema hört sich interessant an und ich kann mir vorstellen, dass sich dort viele wiederfinden.
Danke für die Rückmeldung. Ja tatsächlich habe ich noch keinen Menschen getroffen, der das Thema nicht kennt. Halt jeder in unterschiedlichem Ausmaß. Es ist ja auch ein Phänomen unserer modernen Gesellschaft, weil Nahrung ja auch im Überfluss (man kann das gut oder schlecht finden) überall und jederzeit zur Verfügung steht.
 

stadtkind

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Gefühlshunger kenne ich zu gut. Ich habe bei meinem Essverhalten den Eindruck, dass ich dem Essen viel zu viel Aufmerksamkeit schenke. Also ich denke entweder daran, wann ich heute meine erste Mahlzeit zu mir nehmen soll und dann zähle ich die Stunden bis dahin und kann es kaum erwarten. Und wenn ich dann anfange zu essen, esse ich mehr, weil es mir so gut schmeckt, obwohl ich keinen Hunger habe. Und dann denke ich mir, ah komm hast dir den Keks verdient und dann esse ich 5 davon und fühle mich schlecht. Und denke mir, okay wozu mach ich all den Sport wenn ich dann sowieso zu viel esse und noch dazu ungesund. Wie kann man Gefühle vom Essverhalten entkoppeln? Ich würde gerne ein normales Essverhalten haben.
 

Jochen Auer Wohlfühlpilot

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Gefühlshunger kenne ich zu gut. Ich habe bei meinem Essverhalten den Eindruck, dass ich dem Essen viel zu viel Aufmerksamkeit schenke. Also ich denke entweder daran, wann ich heute meine erste Mahlzeit zu mir nehmen soll und dann zähle ich die Stunden bis dahin und kann es kaum erwarten. Und wenn ich dann anfange zu essen, esse ich mehr, weil es mir so gut schmeckt, obwohl ich keinen Hunger habe. Und dann denke ich mir, ah komm hast dir den Keks verdient und dann esse ich 5 davon und fühle mich schlecht. Und denke mir, okay wozu mach ich all den Sport wenn ich dann sowieso zu viel esse und noch dazu ungesund. Wie kann man Gefühle vom Essverhalten entkoppeln? Ich würde gerne ein normales Essverhalten haben.
Ja, das ist eine sehr gute Beschreibung von Gefühlshunger. Und es ist total anstrengend, denn am Tag drehen sich dann sehr viele Gedanken ums Essen und Nichtessen. Das schränkt uns sehr ein, am Ende fühlt es sich auch tatsächlich sehr eingeengt an. Der Weg kann nur sein, die Gefühle und Erlebniswelt wieder vom Essen zu entkoppeln. Das klingt jetzt sehr psychologisch technisch. Es geht aber einfach darum, wieder frei zu sein in seinen Gedanken und dass verschiedene Gefühle nicht immer automatisch mit Essen verbunden werden. Es geht darum, den "Autopiloten" auszuschalten. Dafür gibt es eine Möglichkeit, die tatsächlich funktioniert. Du kannst dir auf unserer Wohlfühlpiloten Homepage anschauen, wie das funktioniert, aber mich natürlich auch gerne direkt fragen, damit ich es dir erklären kann.
 

franzihealth22

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Gefühlshunger.. jetzt habe ich endlich einen Namen dafür gefunden!
Egal wie gesund ich am Tag esse und wie sehr ich mich freue, dass wieder ein Kilo runter ist, wenn ich abends auf der Couch sitze fangen meine Gedanken an wild rum zu spielen.

Es ist einfach die Gewohnheit, ich verbinde mit einem entspannten Abend vor dem Fernseher auf der gemütlichen Couch einfach Snacks. Man bekommt das von der Gesellschaft ja auch schnell so eingetrichtert.. Nach schon 30 Minuten Film oder Serie wünscht sich mein Kopf eine große Tafel Schokolade daher, obwohl ich weiß, dass ich das jetzt nicht brauche. Gefühlshunger, der schleudert mich in meinen Diäten wirklich immer wieder zum Anfang zurück. Ich glaube er ist auch ein Grund für das Auf und Ab bei mir..

Meinen Kopf würde ich zu diesem Zeitpunkt meist gern ausschalten.
 

Jochen Auer Wohlfühlpilot

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Gefühlshunger.. jetzt habe ich endlich einen Namen dafür gefunden!
Egal wie gesund ich am Tag esse und wie sehr ich mich freue, dass wieder ein Kilo runter ist, wenn ich abends auf der Couch sitze fangen meine Gedanken an wild rum zu spielen.

Es ist einfach die Gewohnheit, ich verbinde mit einem entspannten Abend vor dem Fernseher auf der gemütlichen Couch einfach Snacks. Man bekommt das von der Gesellschaft ja auch schnell so eingetrichtert.. Nach schon 30 Minuten Film oder Serie wünscht sich mein Kopf eine große Tafel Schokolade daher, obwohl ich weiß, dass ich das jetzt nicht brauche. Gefühlshunger, der schleudert mich in meinen Diäten wirklich immer wieder zum Anfang zurück. Ich glaube er ist auch ein Grund für das Auf und Ab bei mir..

Meinen Kopf würde ich zu diesem Zeitpunkt meist gern ausschalten.
Liebe Franzi, ja das ist ein Aspekt des Gefühlshungers. Gefühlshunger ist eine Art von Hunger, die wir uns angewöhnt haben, also zur Gewohnheit geworden ist. Eine Gewohnheit ist, wenn wir immer wieder mit demselben Muster (in dem Fall Essen) reagieren. Man kann Diäten machen so viel man will, im Endeffekt treibt uns die Gewohnheit dann wieder in die andere Richtung. Man kann den Automatismus loslassen, das ist das Geheimnis. Vielleicht interessiert dich das folgende kostenlose Webinar dazu. vielleicht willst du ja deinen Gefühlshunger loswerden. Ein großes Problem weniger. ;-) lg Jochen
 

Jochen Auer Wohlfühlpilot

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Der Gefühlshunger stellt jene Art von Hunger dar, der uns neben dem Augenhunger am häufigsten zum Essen verführt, obwohl wir es eigentlich nicht wollen. Essen verschafft uns Befriedigung. Essen geht einher mit der Ausschüttung von Botenstoffen in unserem Gehirn, die uns Wohlbefinden schenken. Wenn wir Gefühlshunger haben und essen, geht es uns kurzfristig gut, zumindest etwas besser als vorher. Der Gefühlshunger gaukelt uns also vor, wir könnten unsere Probleme – zum Beispiel Langeweile oder einen schwelenden Konflikt mit einem Freund, Partner oder Familienmitglied – lösen, indem wir essen. Aber das funktioniert nur sehr kurzfristig: so lange eben, wie das kurze Gefühl der Befriedigung aufgrund der Nahrungsaufnahme anhält. Wenn die kurzfristige Lösung zur Gewohnheit wird, wird sie auch für das Körpergewicht und auch für die Gesundheit irgendwann belastend. ...
 
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