Hunger beim Heilfasten?

Anonymer Benutzer

Administrator
((Admin Hinweis: Email Verkehr/Eingestellt mit freundlicher Erlaubnis der Schreiberin)

Hallo Ihr Lieben,

ich habe ab Jan. 2017 40 Tage gefastet, (Wasser, Tee und Gemüsebrühe) und es war super. Nach 3 Tagen war der Hunger für die gesamte Zeit komplett weg.

Diesen Sommer habe ich dann wieder gefastet, aber es war anders, es war schrecklich.

2017 hatte ich mich gar nicht über fasten informiert, habe einfach nicht mehr gegessen.

Dieses Jahr wollte ich alles richtig machen: Entlastungstag, Darmentleerung mit Passage Salz und dann weiter nach dem Buchinger Prinzip. Dann ....nach 3 Tagen immer noch Hunger. Nach einer Woche immer noch HUNGER. 30 Tage fasten, 30 Tage Hunger. Es war die Hölle. Aber mein Arzt hatte 15 kg Übergewicht, Zuckerwerte Richtung Prädiabetes und Bluthochdruck festgestellt und da fasten sehr hilft, um diese Dinge wieder zu regulieren, wollte ich nicht aufgeben.

Heute will ich es nochmal versuchen, habe soeben das Passage Salz genommen.

Habe jetzt Angst, dass der Hunger wieder bleibt. Ich habe beim letzten Fasten das Internet / Google hoch und runter gesucht auf deutsch und englisch, aber keine Antwort gefunden, warum das Hungergefühl nicht ging und der Magen sich so zusammenzog und Hunger signalisierte, obwohl genug Reserven da waren. (84 kg bei 166cm Körpergröße). Wisst ihr woran es evtl. gelegen hat.

Was muss ich diesmal anders machen?

Mein Anfangsgewicht heute ist 78 kg.

Ich kann es kaum erwarten von euch zu hören.

DANKE für eure Hilfe.

GlG

Silvia
 
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Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Liebe Silvia,

tatsächlich kennen wir das „Problem“ Hunger beim Fasten auch. Es ist auch unsere Erfahrung, dass manche Fastenkuren ganz ohne Hunger verlaufen und andere wiederum eine Katastrophe sind, weil der Hunger so plagt. Den Zusammenhang haben wir selbst aber leider auch nicht zu 100 Prozent ausmachen können. Interessanterweise ist es am Anfang des Jahren (wir fasten auch meist im Jänner) leichter und in der warmen Jahreszeit schwerer. Woran das liegt, weiß ich nicht. Es ist auch nicht bei allen Menschen so. Ich kann nur mutmaßen, dass es vielleicht in unseren Genen liegt, weil der frühe Mensch ja im Sommer immer zu essen hatte und im Winter das Nahrungsangebot knapp war und er somit häufig fasten musste. Ich merke auch abseits des Fastens, dass ich im Sommer mehr Appetit habe – die frische Luft und die viele Bewegung im Freien empfinde ich als appetitanregend.

Nach dieser Theorie müsste dein Fastenvorhaben jetzt gut laufen ? Ansonsten habe ich im Artikel Fastenkrise – Was tun? einen Punkt über Hungergefühle und Maßnahmen dagegen, die zumindest etwas helfen können, wenn der Hunger auftritt.

Vielleicht lässt du mich mal wissen, wie es diesmal bei dir läuft… würde mich freuen.

Alles Liebe und Gute dir,
Sandra
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Liebe Sandra,

du hattest recht, Diesmal klappt es gut, gleich am ersten Tag hatte ich keinen Hunger mehr.
Heute ist Tag 12. Nun habe ich noch eine Frage. Ist es richtig, dass man während des ganzen Fastens jeden Tag 200 ml Reine Buttermilch trinken darf??

Ich trinke sonst nur Wasser, Tee und 300 ml Brühe pro Tag und die Abwechslung im Geschmack wäre schon toll. Ich dachte, ich frag lieber, denn ich möchte auf keinen Fall die Autophagie, die Selbstheilungskräfte oder die Gewichtsabnahme stoppen!

Außerdem interessiert mich wie lange ich fasten muss, bis der Blutdruck dauerhaft gute Werte hat.
Vor dem fasten lag er bei 149:93. Ich habe vor 6 Monaten alle Medikamente abgesetzt, weil ich die Giftstoffe nicht mehr im Körper haben möchte und es war unglaublich was beim letzten Fasten aus dem Darm heraus kam...... meterlanger Schleim....ich hab mich erst richtig erschrocken.

Ich freue mich auf deine Antwort.

Liebe Grüße
Silvia
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Liebe Silvia,

es freut mich, dass dir diese Fastenkur leicht fällt ? Ja, manche Menschen trinken eine Tasse Buttermilch beim Fasten. Ich mache das selbst auch zwischendurch. Allerdings hat man dann halt wieder etwas Verdauung und Stuhlgang. Manchmal regt das auch den Appetit an. Aber grundsätzlich schadet diese kleine Menge nicht und du kannst ausprobieren, ob es dir zusagt.

Die Länge der Fastenkur richtet sich grundsätzlich nach der Verfassung des Fastenden. Dazu ist ein zwischenzeitlicher Check beim Arzt zu empfehlen, vor allem, wenn es länger als zwei Wochen dauert. Wann der Blutdruck reagiert, ist sehr individuell, bei manchen ist eine Woche ausreichend, beim nächsten dauert es länger. Aber prinzipiell wirken regelmäßige Fastenkuren, auch wenn sie "nur" eine Woche dauern, langfristig gesehen positiv auf den Blutdruck. Die Ernährung zwischen den Fastenkuren ist dabei selbstverständlich auch ausschlaggebend.

Die langen "Schlangen", die beim Fasten manchmal ausgeschieden werden, sind die oberste Zellschicht der Darmschleimhaut. Diese Strukturen können aussehen wie Würmer und die Leute erschrecken sich, wenn sie so etwas in der Toilette sehen. Aber diese abgelösten Schleimhautstücke sind ein Zeichen der Reinigung und Erneuerung.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute, auch für die Aufbautage ?
Ganz liebe Grüße,
Sandra
 
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