Müdigkeit, Mattigkeit und Erschöpfung - Erfahrungsaustausch und Tipps

Anonymer Benutzer

Administrator
Hallo zusammen,

Seit einiger Zeit fühle ich mich ständig richtig ausgelaugt. Nicht mal unbedingt psychisch, sondern eher körperlich. Ich bin wahnsinnig schnell aus der Puste und fühle eine andauernde Müdigkeit. Beim Arzt war ich deshalb schon und habe mal einen kleinen Check Up durchführen lassen. Soweit scheine ich in Ordnung zu sein und die Blutwerte passen auch. Ich hatte die Schilddrüse im Verdacht, aber die Werte sind schön.

Nun frage ich mich, was man generell tun kann gegen Erschöpfung? Kennt ihr das Problem und womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht?
Esmeralda
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Hallo esmeralda,

Müdigkeit ist ein sehr verbreitetes Phänomen und kann wohl die unterschiedlichsten Ursachen haben. Gut, dass du schon mal beim Arzt warst, so kann man schon einiges an Ursachen ausschließen.

Ich persönlich habe bei mir beobachtet, dass es mit meinem Eisen zu tun hat. Ich nehme immer wiedermal für ein paar Wochen natürliches Curryblattextrakt + Vit.C ein, auch ein Vit. B-Komplex regt die Bildung der roten Blutkörperchen an. Das hilft in meinem Fall. Ein Vitalstoffstatus bei einem Spezialisten wäre natürlich wichtig, bevor man drauf los supplementiert.

Wir haben zum Thema Müdigkeit einen Beitrag inkl. Ärzteinterview veröffentlicht. Vielleicht kannst du daraus für dich etwas Interessantes herausholen. Schau mal: Orthomolekulare Medizin - Mikronährstoffe gegen Müdigkeit

Ganz liebe Grüße und alles Gute,

Sandra
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Danke dir!
Mein Eisenwert ist in Ordnung, auf den wurde beim letzten Blutbild auch geschaut. Den Beitrag über die orthomolekulare Medizin schaue ich mir gleich mal an, das klingt spannend! Auf eine gesunde Ernährung achte ich zwar schon seit einiger Zeit, einen Vitalstoffstatus habe ich aber noch nicht gemacht. Zu welchem Spezialisten geht man da? Bei einem Kardiologen habe ich auch schon einen Termin gemacht, um nochmal nachschauen zu lassen, ob es nicht möglicherweise doch eine leichte Leistungsminderung des Herzens sein könnte.
Esmeralda
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Hallo esmeralda,

also meine erste Anlaufstelle ist meine Hausärztin, die kennt mich und weiß auch welche Spezialisten sich mit welchen Beschwerden auskennen. Ich muss dazu sagen, dass ich prinzipiell zu ÄrztInnen gehe, die einen ganzheitlichen Blick auf den Menschen haben.

Eine Kardiologin ist sicher eine gute Idee. Prinzipiell sind Internisten hier wohl erstmal die Experten. In dem Beitrag zur Orthomolekularen Medizin schreibt und spricht ein Klagenfurter Allgemeinmediziner, der darauf spezialisiert ist. Da muss man halt recherchieren, ob man so einen in seiner Umgebung hat. Ich kenne da in München und eben in Klagenfurt einen.

Lieben Gruß,

Sandra
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Bei meiner Mutter hat altersbedingt die Leistungsfähigkeit des Herzens abgenommen. Zum Glück konnte man das aber wieder hinbekommen. Bei ihr hat es damit angefangen, dass die etwa beim Stiegensteigen Pausen einlegen musste obwohl sie nur in den ersten Stock muss. Oder bei der Gartenarbeit hat sie das gemerkt, sie war dann sehr schnell erschöpft. Sie hat dann auch einige Ärzte aufgesucht. Hausarzt, Blutbild machen lassen, Kardiologen, Burnout-Spezialistin... Hat einige Zeit gedauert bis da geholfen werden konnte. Zum Glück war es dann nicht wirklich was schlimmes und sie hat das dann auch relativ leicht in den Griff bekommen. Da war ich natürlich erleichtert. Man hat dann gemerkt wie es Schritt für Schritt immer besser wurde. Nach ca, zwei Monaten nach Behandlungsbeginn war sie dann wieder auf einem normalen Stand.

Auch wenn man beim Herz oder Herz-Kreislauf-System vielleicht an etwas schlimmes denkt, muss es letztlich nichts schlimmes sein. Drücke dir die Daumen, dass du bald weißt an was es liegt und mit einer Behandlung anfangen kannst.
Pacho
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Hallo Sandra,

in Österreich lebe ich zwar, aber Klagenfurt ist bei mir alles andere, als ums Eck. Ich werde mal recherchieren, ob ich bei mir in der Gegend oder im Radius mit einer vertretbaren Fahrzeit einen Internisten finde, der sich diesbezüglich auskennt. Eine Bekannte von mir, leiht mir am Wochenende auf alle Fälle mal ein Buch über orthomolekulare Medizin aus, bin schon gespannt!

Pacho, das mit deiner Mutter klingt nach einer echten Odyssee. Gerade wenn Veränderungen so schleichend auftreten, dass man sie selbst zuerst nicht oder kaum bemerkt, und wenn die Symptome so diffus sind, ist es für Ärzte ja auch nicht leicht der Ursache auf den Grund zu kommen. Was hat ihr denn geholfen wieder auf die Beine zu kommen?

Esmeralda
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Liebe esmeralda,

sich mal mit dem Thema der Vitalstoffe auseinanderzusetzen, ist sicher keine schlechte Idee. Vielleicht kannst du aus dem Buch wertvolle Informationen für dich ziehen.

Es würde mich freuen, wenn du uns hier ein bisschen auf dem Laufenden hältst, wie sich deine Ursachenforschung gestaltet und wenn du eine geeignete Behandlung gefunden hast, welche das ist.

Alles Gute dir und liebe Grüße,

Sandra
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Odyssee war es deshalb weil man ja durchaus davon ausgehen kann, dass man im Alter etwas schneller müde wird oder erschöpft ist. Aber so alt ist sie jetzt auch wieder nicht, geht auf die 60 zu, dass an das so kommentarlos hinnehmen muss. Vor allem nicht wenn es da keinen wirklichen Grund gibt und man innerhalb von einem oder zwei Monaten nicht mehr in die eigene Wohnung in den ersten Stock kommt. Wenn ich da nicht konsequent darauf gedrängt hätte zu mehreren Ärzten zu gehen, hätte man das auch eventuell so hingenommen - quasi so als ob man eben nichts machen kann, jeder wird mal alt.

Als man dann das mit dem Herzen herausgefunden hat, musste ich schon mal schlucken. Aber anscheinend kann man es recht leicht behandeln. Letztlich waren es Tropfen mit Weißdorn, die ihr geholfen hat. Das Crataegutt hat sie über ein paar Monate regelmäßig genommen und dann ging es auch wieder Schritt für Schritt besser. Jetzt ist wieder alles in Ordnung und da ist kein Unterschied mehr zu vorher.

Ich bin da auch ganz der Meinung von Mag. Sanda M. Exl, für die Ursachenforschung sollte man sich die Zeit und auch die Geduld nehmen. Nicht gleich locker lassen wenn man gesagt bekommt, ist halt so, kann man wenig machen. Man kann halt schon meistens etwas machen. Gerade bei Erschöpfung, Müdigkeit oder Stress wird ja da eher verharmlost. "Hat jeder, da musst du durch". Beeinflusst halt auch die Lebensqualität, daher zahlt es sich da aus etwas zu unternehmen, Dinge auszuprobieren und sich zu informieren.

Pacho
 

esmeralda

Neues Mitglied
Inwiefern das ältere Buch, das ich ausgeborgt bekommen habe, jetzt wirklich mit orthomolekularer Medizin zu tun hat, weiß ich nicht. Heißt "Zell-Fit: Immun gegen Umweltgifte mit der neuen Zell-Milieu-Medizin" von Hasso Thalmann. Inhaltlich wirklich sehr spannend und ich habe auf jeden Fall einige neue Erkenntnisse gewonnen und es ist wohl manchmal wirklich so, dass auch schon kleine Mängel viel aus dem Tritt bringen können?

Ich bin mir mittlerweile auch nicht mehr sicher, ob meine Erschöpfung nicht eventuell doch Nachwehen einer psychischen Belastung von vor wenigen Monaten sein könnte. Werde das angehen, wenn beziehungsweise falls körperliche Ursachen ausgeschlossen sind.

Als man dann das mit dem Herzen herausgefunden hat, musste ich schon mal schlucken. Aber anscheinend kann man es recht leicht behandeln. Letztlich waren es Tropfen mit Weißdorn, die ihr geholfen hat. Das Crataegutt hat sie über ein paar Monate regelmäßig genommen und dann ging es auch wieder Schritt für Schritt besser. Jetzt ist wieder alles in Ordnung und da ist kein Unterschied mehr zu vorher.
Das glaube ich, dass man solche Neuigkeiten erst mal verdauen muss. Aber gut, dass sie einen kompetenten Arzt gefunden hat und dieser es offensichtlich auch mit natürlichen Behandlungsansätzen versucht. Nimmt sie das Mittel denn jetzt langfristig oder war das eher eine Kur gegen die Erschöpfungszustände?
 

Pacho

Neues Mitglied
Waren ja auch genug Ärzte, die wir da aufgesucht haben:)
Sie hat es langfristig und sehr regelmäßig genommen. Jetzt nimmt sie es auch noch oft aber weniger, zumindest nicht mehr so strikt wie noch am Beginn. Jetzt hat sie keine Probleme mit dem Stiegensteigen oder bei der Gartenarbeit.
Jetzt muss ich sie nur noch dazu bringen eventuell noch ein wenig Sport zu machen. Radfahren oder jetzt im Sommer echtes Schwimmen. Denke das ist auch wichtig um noch länger fit zu bleiben. Wenn man mal sieht wie es war und wieder sein kann, sollte die Motivation schon höher sein da nicht wieder hinzukommen.
 

esmeralda

Neues Mitglied
Manchmal ist das leider so, dass man erst einen Ärztemarathon machen muss, um mit Eigeninitiative ein ganzes Bild zusammenpuzzeln zu können. Freut mich sehr, dass sie so gute Erfahrungen mit Crataegutt macht und jetzt sicher wieder mehr Lebensqualität als vorher hat! Wenn Sport nicht drin sein sollte... ich glaube, auch regelmäßige ausgedehnte flotte Spaziergänge können schon viel bringen.

Bei mir scheint die Psyche in Bezug auf die Erschöpfung und andauernde Müdigkeit doch eine größere Rolle gespielt zu haben, als gedacht. Hatte jetzt ein paar Tage Urlaub und konnte mich endlich mal wieder ganz auf mich und meine Bedürfnisse fokussieren und es geht schon wesentlich besser. Werde mir ein paar Coachingtermine gönnen, um nicht jetzt im Alltag wieder in alte Muster zu verfallen. Auch an der Sache mit der Ernährung bleibe ich dran. Danke euch für eure Anteilnahme und die guten Tipps!
 

Matthias Exl

Administrator
Teammitglied
Liebe Esmeralda,
danke dir für deine Zeilen. Ich habe zwei Artikel für dich herausgesucht, die sich mit dem Hintergrund des Ausbrennens beschäftigen. Ich selbst hatte vor Jahren genau diese Zustände mit lähmender Müdigkeit. Schau mal hier:
Burnout - Vorbeugung, Symptome und mehr
und hier habe ich meine persönliche Erfahrung zusammengefasst zum Thema Veränderung und Stressbewältigung:
Hilfe bei Burnout und Stress
Vielleicht liefern dir die beiden Beiträge ein paar Impulse?
Liebe Grüße,
Matthias
 

gamsjaegerin

Neues Mitglied
Mein Hausarzt sagt, dass Vitaminmangel Müdigkeit verursachen kann. In meinem Fall war das Vitamin C und D Mangel. Komisch, weil ich immer gesund esse, vermeide gebratene oder frittierte Speisen und mag Obst und Gemüse.

Aber Stress kann man auch nicht ausschließen, besonders heute, wenn jeden Tag in ganzer Welt was schlimmes passiert.

Ein Tipp von mir, wie ich Stress zu vermeiden versuche - Zeitungen und Fernseher weg, das hilft wirklich :)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Pacho

Neues Mitglied
Es kann eben vieles mit hineinspielen. Deshalb ist es ja auch so schwer die Ursache zu finden. Wenn man da beim Arzt mal die Symptome schildert, denkt man wahrscheinlich auch zuerst an ein Burnout. Es muss aber eben gar nicht psychisch sein, kann auch physische Gründe haben. Dann beginnt die Suche nach der Ursache wieder aufs Neue:)
Ich denke da darf man sich auch nicht entmutigen lassen und muss eben mal mehrere Spezialisten aufsuchen.

Da sieht man wie jeder verschieden ist, Zeitungen/Magazine und gerade Fernsehen beruhigen mich. Also zumindest kann ich bei einer guten Serie abschalten. Dann muss ich an nichts denken und kann mich voll auf die Folge konzentrieren. Freue mich auch schon davor, wenn ich weiß, heute kommt wieder eine neue Folge der Serie XY und ich werde sie mir am Abend ansehen.
 

Kasi

Neues Mitglied
Liebe Esmeralda,

das kenne bzw. kannte ich auch, mit dem Ausgebranntsein. Was mir an NEM geholfen hat: hohe Dosen Vitamin C ( aber natürliches C, das synthetische wird schlecht vom Körper aufgenommen), also am besten so etwas wie CamuCamu oder Acerola (als Kapseln), mehrere Dosen pro Tag immer 200mg.
Dann auch mal sehen, wie der Mineralstoffhaushalt beschaffen ist: Magnesium, Kalium, Zink, Eisen, Jod?
Und natürlich auch der mentale Aspekt: wie hier schon jemand schrieb, sich selbst mal eine Nachrichten- und Computersperre verordnen. Ab Abends 20Uhr (zum Beispiel) Smartphone ausschalten, man muß nicht immer erreichbar sein.
Viel an die Sonne und in die Natur gehen ( an den See oder wandern, in den Wald).
Mir helfen sehr gut Yoga, ich gehe in keine Schule mehr, mache ich 3-4 x je 45 min. zuhause und Atemtherapie: also tief und ruhig (bewusst!) regelmässig atmen. Viele denken, daß sei esotherischer Quatsch, aber es gibt sogar eine Atemtherapie. Die Berliner Atemtherapeutin Ilse Middendorf (lebt leider nicht mehr, ich durfte sie auf einem Seminar mal kennenlernen), hat über Jahrzehnte ein richtiges Konzept ausgearbeitet, daß sie bei vielen Patienten erfolgreich angewendet hat. Bestimmte erlernbare Techniken entlasten und heilen den Körper (z.B. bei Angst, Stress, Depression oder Energiemangel). Sie hatte mit ihrer Therapie oftmals grössere Erfolge zu verzeichnen als bei der Einnahme von Antidepressiva.
Auch beim Yoga erlernt man verschiedene Atemtechniken, die einem gut helfen können.
Ich wünschte, das Thema Atmung würde weiter in das öffentliche Interesse rücken....

Liebe Grüße, Kasi
 

gamsjaegerin

Neues Mitglied
Hallo an alle. Ich habe bzw. hatte auch das Problem einer ständigen Müdigkeit. Egal ob ich viel oder wenig Stress und Schlaf hatte, hat nichts genützt. Hab mich dann aufgerafft und habe einen Bluttest bei meinem Hausarzt machen lassen. Und siehe da, Magnesiummangel. Habe dann auf Supplements zurückgegriffen und seitdem gehts mir echt besser und ich bin so froh darüber. Wenn jemand sich noch genauer informieren möchte und nicht nur meinen Erfahrungsberichten trauen will, habe ich mal ne gute Seite über Magnesium gefunden. Fand ich zumindestens ganz praktisch. :)
 
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