Einlauf und Darmreinigung - Fragen und Antworten

Liebes Team,

sollte man die Einläufe beim Fasten mit speziell gereinigtem Wasser machen oder reicht normales oder abgekochtes Leitungswasser. Danke schon mal für die Antwort.

Viele Grüße

Peter
 
Lieber Peter,

wenn du in einem Gebiet lebst, wo man das Leitungswasser ohne Bedenken trinken kann, kannst du damit auch einen Einlauf machen. Ich halte spezielle Reinigungsverfahren für unnotwendig. Es wird hier bei uns auch in jedem Krankenhaus normales Leitungswasser für Einläufe benutzt. Es gibt Menschen, die schwören auf Einläufe mit Kaffee, Kräuterzusätzen, Ölen usw. Hat alles seine spezielle Wirkung. Ich persönlich mache manchmal Kaffee-Einläufe wenn ich Kopfschmerzen habe, darüber wurde hier im Forum auch schon mal geschrieben... Ansonsten halte ich die Zahl meiner Einläufe so gering wie möglich - beim Fasten halte ich sie aber für wichtig.

Liebe Grüße,

Sandra
 
Liebes Forum bzw liebe Sandra,

Ich bin nun am letzten Tag, dem 5. Tag, meiner Heilfastenkur angelangt. Gestern hatte ich nach dem Einlauf noch ordentlichen Stuhlgang (4. Tag), der schon fast normal war. Sprich der kommt bestimmt nicht von den Gemüsesäften und der Gemüsebrühe! Ich habe dieses mal am Anfang auf Sanfte Weise abgeführt, wie du im Video beschrieben hast mit Flohsamen, Pflaumensaft und Sennesblätter Tee. Habe ich was falsches gemacht??

Lieben Gruß
Lilly
 
Liebe Lilly,

nein, du hast gar nichts falsch gemacht. Es gibt keine Regeln, wie das mit dem Stuhlgang beim Fasten zu sein hat. Manche Menschen sind nach der anfänglichen Darmentleerung fast komplett leer, andere wiederum brauchen 4-5 Tage, um alles raus zu haben und manche machen gar keine Entleerung, weil der Darm das selbständig erledigt.

Bei mir selbst ist es mal so, mal so. Ich hatte auch schon nach einigen Tagen plötzlich Stuhlgang oder hab nochmal mit einem Abführtee nachgeholfen, weil ich einfach ein "volles" Gefühl hatte, und tatsächlich ist dann nochmal ordentlich was raus gekommen. Mach dir also keine Sorgen, dass es irgendwie anders sein sollte. So oder so hat man den entschlackenden Effekt beim Fasten. Ist also alles gut.

Liebe Grüße,

Sandra
 
Hallo,

Im Heilfasten Portal steht hier:

"... Der fastende Organismus schiebt ununterbrochen Giftstoffe und Eiweißzerfallsprodukte in den Darm ab – ein ständiger Prozess des Ausscheidens."

Wenn der Darm leer ist, was er ja die meiste Zeit während des Fastens ist, wenn nicht gerade ein Einlauf durchgeführt wird, sollte man dann nicht regelmässig etwas einnehmen, was im Darm die Gifte andauernd bindet? Werden sonst in der Zeit, wenn der Darm leer ist, die Gifte nicht wieder aufgenommen (resorbiert)?

Mit bestem Dank im Voraus!

manoka
 
Hallo manoka!

Das ist der Grund, weshalb beim Fasten regelmäßige (mind. jeden 2. Tag) Einläufe empfohlen werden. Manche Menschen nehmen zusätzlich irgendwelche Heilerden ein, z.B. Bentonit oder Zeolith - diese sollen Giftstoffe binden. Einläufe zum Hinausbefördern sind dennoch zu empfehlen.

Liebe Grüße,

Sandra
 
Hallo liebe Sandra,

seit ein paar Wochen mache ich intermittierendes Fasten, was mir auch sehr gut tut.

Am Samstag hatte ich vor einen Einlauf mit Bentonit zu machen, da ich das Gefühl hatte etwas gegessen zu haben, was ich nicht so gut vertragen habe. Ich habe wie gewohnt alles hergerichtet und wollte diesen durchführen. Ich merkte aber schnell, dass die Flüssigkeit aus dem Irrigatorschlauch tropfte und nichts im Darm landete, wie ich später feststellen musste! Ich habe es einige Male überprüft und bemerkte, dass es nicht am Gerät lag, da es dicht war. Auch nach vielem Rumprobieren schaffte ich es nicht, dass die Flüssigkeit im Darm landete. Letztlich habe ich über eine Stunde lang herumprobiert und bin sogar in die Badewanne umgezogen, da das Klo schon voller Wasser war. Leider ohne Erfolg ?

Ich kann mir nicht erklären, was ich falsch gemacht haben könnte. Bisher habe ich den Einlauf immer nach dem Abführen mit leerem Darm gemacht und es hat ohne Probleme funktioniert. Kann es sein, dass es daran lag, dass mein Darm "zu voll" war?? Ich kann doch nicht vor jedem Einlauf abführen, oder? Allerdings war ich vorher auch auf Toilette.

Ich hoffe, dass du Tipps/mögliche Erklärungen für mich hast.

Herzlichen Dank und liebe Grüße,

Tanja
 
Liebe Tanja,

ja das Phänomen kenne ich auch. So wie du sagst, beim Fasten gibt es das Problem kaum, aber unter der Zeit kann es hin und wieder sein, dass der Einlauf nicht klappen will. Je leerer der Darm ist, desto leichter geht das Wasser hinein, das ist klar. Wenn der Stuhl im Darm sehr hart ist, ist er wie ein Stoppel und das Wasser dreht einfach um und kommt wieder raus.

Das kann an manchen Tagen so sein. Die Wassertemperatur kann auch eine Rolle spielen. Ist das Wasser zu kalt, kann sich der Darm auch verweigern, es aufzunehmen. Es sollte Körpertemperatur haben, auf keinen Fall heißer! Manchmal nützt es, mit einem Klistierball "vorzuarbeiten", da kann man das Wasser besser hinein bekommen. Ich hab mir diesen hier besorgt: Darmeinlauf Klistier 225ml*. Aber manchmal muss ich auch einfach kapitulieren... Dafür geht es an anderen Tagen wieder wunderbar.

Ich wünsche dir alles Gute!

Lieben Gruß,

Sandra
 
Danke liebe Sandra!

Eigentlich habe ich keine Probleme mit Verstopfung, eher mit zu weichem Stuhl bei Unverträglichkeitsreaktionen. Daher wundert mich das schon. Gerade mache ich auch eine Entgiftung und Darmsanierung nach Dr. Probst mit anorganischem Schwefel (ernähre mich als Veganerin viel von Rohkost) und würde daher gerne regelmäßiger Einläufe machen. Kennst du diese Methode?

Vom Klistierball habe ich schon gehört, werde ihn mir evtl. besorgen...

Liebe Grüße

Tanja
 
Liebe Tanja,

der Darm reagiert auf einen Einlauf nicht immer gleich. Manchmal geht ein Liter auf einmal rein und ein andermal nix. Ich handhabe das so: wenn der Darm den Einlauf verweigert (auch nach mehrmaligem Probieren), traktiere ich ihn nicht weiter damit. Probiere es einfach an einem anderen Tag. Wenn du dir grundsätzlich damit schwer tust, könnte es sein, dass Einläufe für dich nicht das Optimale sind. Wenn du ohnehin eine flotte Verdauung hast, vegan und viel Rohkost isst, scheint mir ein Einlauf (ohne Indikation) nicht notwendig zu sein.

Dr. Probst ist mir ein Begriff, aber ich kenne seine genauen Empfehlungen nicht.

Denke dran: wir sind alle sehr individuell und was für den einen gut ist, kann für den anderen eine Katastrophe sein. Ich selbst habe alle möglichen Gesundheitskonzepte ausprobiert und nur das für mich beibehalten, was mein Körper auch tatsächlich annimmt und mir gut tut.

Alles Liebe dir,

Sandra
 
Hallo zusammen,

mein Name ist Tanja2, 43, und ich faste nun schon zum fünften Mal nach Buchinger. Heute ist mein sechster Tag.

Während ich im Alltag überhaupt keine Probleme mit der Verdauung und dem Abführen habe, klappt es diesmal beim Fasten nicht so recht. Ich habe mit Glaubersalz gestartet, es kam viel Flüssigkeit heraus. Dann habe ich mich täglich mit dem Sauerkrautsaft gequält (halb und halb mit Pflaumensaft). Außerdem habe ich noch zweimal F.X.Passagesalz genommen und einmal abends Flohsamenschalen. Den Einlauf mache ich täglich. Leider kommt immer nur bräunliches gefärbtes Wasser heraus, nichts Festes. Da ich auch immer noch deutliches Magenknurren- und Leeregefühl verspüre und morgens Kopfschmerzen (die dann zum Glück nach dem Einlauf verschwinden) habe, vermute ich, dass da noch eine ganze Menge drin ist im Darm. Wie bekomme ich das am besten heraus? Die Mittel hier auf der Seite habe ich gelesen, bin nur unsicher, welches ich als nächstes probieren sollte.

Achja, den Leberwickel mache ich als Wärmflasche auf der Leber auch und ich bewege mich viel draußen (Joggen, Radfahren täglich, Fitnessstudio gelegentlich)

Bin gespannt auf Tipps und gute Ideen.

Tanja2
 
Liebe Tanja2,

wenn Menschen so etwas schildern wie du hier, ist es meistens so, dass sie das Glaubersalz zu niedrig dosieren (20-30 g ist bei den meisten Menschen notwendig). Nachdem du aber schon zum 5. Mal fastest, gehe ich davon aus, dass du dich mit der Dosierung auskennst. Nun kann ein weiterer Grund für das Ausbleiben der Entleerung sein, dass du direkt zur Einnahme des Salzes zu viel Wasser getrunken hast (mehr als 0,5 Liter). Ein Abführsalz funktioniert mit Osmose - wenn du es zu stark verdünnst, kann der abführende Effekt zu schwach sein. Man soll sehr wohl viel trinken, aber erst nachdem das Salz gewirkt hat.

Im Grunde ist es nicht tragisch, wenn es so gar nicht klappen will. Freilich ist das Wohlbefinden besser, wenn man komplett entleert ist, aber es passiert nichts Schlimmes, wenn es nicht perfekt hinhaut. Wenn deine Kopfschmerzen durch den Einlauf vergehen, ist das ein gutes Zeichen, dass er auf die eine oder andrer Weise doch funktioniert. Deiner Schilderung zufolge machst du alles richtig, da kann ich keine Gründe erkennen, weshalb dein Darm diesmal nicht alles loslassen will.

Wichtig ist nur, wenn du Schmerzen haben solltest, oder du dich sehr unwohl fühlst, gehe bitte sicherheitshalber zum Arzt, um abzuklären, ob alles in Ordnung ist.

Alles Gute dir,

Sandra
 
Liebe Sandra, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Die Dosierung beim Glaubersalz hab ich richtig gemacht, aber tatsächlich habe sehr sehr viel danach getrunken. Das könnte also passen.

Schmerzen habe ich ansonsten überhaupt keine, ich fühle mich bloß nicht so super gut, wie ich es sonst schon beim Fasten erlebt habe.

Ich wollte eigentlich 10 Tage fasten, meinst du ich soll beim Abführen nochmal mit schärferen Mittel (Rhizinus und Co. ) nachlegen?

Danke nochmal und viele Grüße

Tanja2
 
Liebe Tanja2,

es ist auch bei mir nicht jede Fastenkur gleich. Manchmal läuft alles wie geschmiert, meine Stimmung ist spitze und mein Körper arbeitet gut mit und manchmal habe ich richtiggehend das Gefühl, dass mein Körper das Fasten boykottiert. In dem Fall bin ich dazu übergegangen, es abzubrechen. Ich würde also an deiner Stelle, den Darm nicht mit weiteren Abführmitteln traktieren, sondern sanft mit Smoothies und Rohkost in den Aufbau übergehen.

Du kannst es ja für einige Tage so weitermachen - hat auch einen tollen Entgiftungseffekt und der Darm kommt auch wieder in Schwung und befördert alles von selbst raus.

Wie klingt das für dich?

Lieben Gruß,

Sandra
 
Hallo Sandra, das klingt ganz gut. Es frustriert mich zwar etwas, dass es diesmal nicht so geklappt hat wie sonst, aber andererseits habe ich auch überhaupt keine Lust mehr, weil sich alles irgendwie zäh und unwohl anfühlt. Also werde ich mir morgen früh den berühmten Apfel gönnen.

Danke nochmal und viele Grüße Tanja2
 
Sehr gerne, liebe Tanja!

Ja, ich verstehe gut, dass dich das frustriert. Aber das nächste Mal schaut die Sache wieder ganz anders aus. Und du bist jetzt eine Erfahrung reicher, was das Abführen angeht (max. einen halben Liter Wasser auf 30 ml Glaubersalz).

Und das Wichtigste: Die Autophagie, also die Zellreinigung, hat trotzdem stattgefunden - die ist unabhängig vom Abführerfolg. Das ist doch was!

Hab eine gute Aufbauzeit und liebe Grüße,

Sandra
 
Liebe Sandra

Nach vielen vielen Jahren habe ich nun vor 9 Tagen wieder mit fasten begonnen.

In den letzten Tagen bin ich auf deine Seite gestoßen und habe mich durchgelesen. Ich bin begeistert! Heute habe ich mich nun das erste Mal überhaupt an das Projekt Einlauf gewagt. Gar nicht so schlimm ? Meine Frage: wie oft führe ich das während des Fastens durch? Wie oft im normalen Alltag? Ich habe ein Video gesehen, da macht einer das jeden Tag. Werden da nicht auch alle guten Bakterien rausgeschwemmt?

Ich habe die 1. Woche nur mit Glaubersalz (am 1. Tag und jeden 3. Tag) abgeführt. Wenn ich nun Einläufe mache - kann ich mir das Glaubersalz sparen? Und ich lese immer wieder von Mundgeruch. Ich beginne morgen meinen 10. Tag und habe noch keinen. Kommt der noch? Oder mache ich etwas falsch?

Ich freue sehr mich auf deine Antwort, herzlich

Barbara*
 
Liebe Barbara,

ich freu mich sehr, dass dir meine Seite gefällt ? Danke für dein Lob!

Der Einlauf ist im Gegensatz zum Glaubersalz eine viel sanftere Methode, um den Darm zu reinigen. Ich empfehle immer, zu Beginn einmalig Glaubersalz oder ein anderes Abführmittel einzunehmen und an den weiteren Tagen der Fastenkur mit Einläufen weiter zu machen. Wenn du jetzt also Gefallen am Einlauf gefunden hast, kannst du das Glaubersalz weglassen. Während des Fastens ist der Einlauf einmal am Tag oder alle zwei Tage zu machen, je nach Gefühl.

Abseits des Fastens empfehle ich den Einlauf nur bei Bedarf, z.B. wenn eine Migräne im Anmarsch oder schon da ist, wenn man etwas Falsches gegessen hat und Blähungen hat. Manche machen ihn auch, wenn eine Erkältung im Kommen ist oder bei einem "Kater". Ansonsten, also einfach so, würde ich den Einlauf nicht machen. Du hast schon recht, wenn man den Darm zu häufig damit traktiert, kann die Darmflora empfindlich gestört werden. Beim Fasten allerdings fördert der Einlauf die Regeneration des Darms und hat keine nachteiligen Auswirkungen auf das Mikrobiom - im Gegenteil, nach einer Fastenkur ist die bakterielle Vielfalt höher als davor.

Der Mundgeruch ist eine von mehreren Nebenwirkungen, die das Fasten mit sich bringen kann. Nicht jeder Fastende hat jede Nebenwirkung, zum Glück. Freu dich, dass es bei dir ausbleibt ?

Ich wünsche dir gutes Weiterfasten und schicke einen lieben Gruß,

Sandra
 
Liebe Sandra

Lieben Dank für deine ausführliche Antwort. Sehr hilfreich!

Mir ist noch etwas in den Sinn gekommen betreffen Einlauf - in der Anleitung steht, dass man die Flüssigkeit idealerweise 10 Minuten halten kann. Ich habs nur knapp auf die Hälfte gebracht. Nicht mal mit einem halben Liter bin ich auf 10 Minuten gekommen. Kommt das mit der Zeit wenn man geübter ist?

Herzlich

Barbara
 
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