Einlauf und Darmreinigung - Fragen und Antworten

Anonymer Benutzer

Administrator
Hallo liebe Sandra,

ich habe das Gefühl, dass mir Einläufe unabhängig vom Fasten ab und zu ganz gut tun, obgleich meine Verdauung wunderbar funktioniert. Ist das sinnvoll? Und wenn ja, wie oft ist das sinnvoll? Und ist da eine bestimmte Tageszeit von Vorteil, um den Darm auch unter "normalen" Essensbedingungen mal zu entlasten?

Wie oft ist es eigentlich sinnvoll zu fasten (sprich Heilfasten o.ä., Intervallfasten mach ich eh schon )

liebe Grüße
Kati
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Liebe Kati,

für uns ist der Einlauf generell ein geschätztes Hausmittel bei vielerlei Beschwerden. Wenn ich beispielsweise eine Migräne im Anmarsch wahrnehme, mache ich sofort einen Einlauf (sehr gerne auch einen Kaffee-Einlauf) und in den allermeisten Fällen, ist die Attacke dann abgewendet. Bei Verstimmungen im Darmtrakt, z.B. Blähungen durch falsches Essen usw., hilft ein Einlauf auch ganz wunderbar.

Sogar wenn sich eine Erkältung ankündigt, kann man durch einen Einlauf die weitere Ausprägung abfangen. Ich habe hier einen Fachartikel zum Thema Darmentleerung und Einlauf verfasst. Hier findest du weiterführende Infos.

Du siehst also, so ein Einlauf ist ein hilfreiches Mittel im Alltag. Ohne Indikation, also einfach nur so, mache ich allerdings keinen. Es gibt allerdings Leute, die auf regelmäßige Einläufe schwören. Ich würde sagen, einmal die Woche kann man das schon machen, wenn es einem guttut.

Zur Tageszeit: Wenn Beschwerden auftreten, wie Kopfweh, kann man sich die Zeit eh nicht aussuchen. Beim Fasten bevorzuge ich den Einlauf abends, aber das ist nur eine Vorliebe von mir. Ansonsten würde ich ihn nicht unmittelbar nach dem Essen machen. In der Früh ist der Verdauungstrakt am ruhigsten, somit eine gute Zeit für den Einlauf, wenn man ihn einfach nur so zwischendurch machen möchte.

Meiner Erfahrung nach sind 2 Heilfastenkuren im Jahr ein guter Rhythmus. Wir lieben es, eine Frühjahrskur und eine Herbstkur von 7-10 Tagen zu machen. Im Alltag betreiben wir das 16/8 Intervallfasten (außer im Urlaub?).

Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende und schicke liebe Grüße aus Kärnten,

Sandra
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Super, danke dir!

Sind deiner Meinung nach einzelne Fastentage sinnvoll? Oder Tage, an denen nur Saft getrunken wird, ähnlich dem Saftfasten? Und wenn ja, wie oft, damit nicht immer die Herausforderung auftritt, dass der Körper den Stoffwechsel runterfährt? (wobei das bei viel Bewegung ja eh nicht so schnell passieren sollte..? )

liebe Grüße von der Ostsee ?

Kati
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Gerne, liebe Kati!

Einzelne Fastentage tun dem Körper gut, z.B. einmal die Woche oder auch in größeren Intervallen. Keine Sorge, das ist für den Körper etwas ganz Normales, denn in der Menschheitsgeschichte hatte der Mensch bei Weitem nicht jeden Tag zu essen. Diese Essenspausen nutzt unser Organismus zur Regeneration und verwertet zelluläre Ablagerungen - siehe meinen Autophagie Fachartikel.

Wenn du an diesen Tagen Saft zu dir nimmst, achte darauf, dass der Obstanteil nicht zu hoch ist, denn Fruchtzuckerbomben sind nicht gut für die Leber. Also hauptsächlich auf Gemüsesäfte setzen (mit etwas Obst wegen des Geschmacks). Ich selbst mag z.B. gerne Karotten-Stangensellerie-Saft mit einem Stück Orange oder Apfel.

Ich wünsche dir einen schönen Wochenstart! Lieben Gruß,

Sandra
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Ach gut, danke dir! Ich bestelle mir jetzt mal einen Entsafter, damit ich auch mal das Gemüse bequemer entsaften kann ?

dir eine weitere gute Woche und ein schönes (langes?) Wochenende ?

liebe Grüße

Kati
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Sehr gerne, liebe Kati. Ja ein Entsafter ist ein essentielles Küchengerät, wenn man öfter mal so einen Fastentag einbauen möchte. Ich kaufe mir zwar auch hin und wieder fertige Bio-Säfte aber das ist eher die Ausnahme.

Alles Liebe dir und auch ein schönes Wochenende,

Sandra
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Jetzt auch eine Frage....
Hat jemand Erfahrung mit Mivicol? Das soll ein sehr sanftes Mittel zur Darmentleerung ohne Gewöhnungseffekt sein.
Sophia
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Liebe Sophia,
Movicol ist ein Kombi-Präparat aus Macrogol und Natriumhydrogencarbonat (Natron). Leider sind auch Süßstoffe und Aromastoffe drin, die ich selbst prinzipiell für unnötig und belastend halte. Natron pur aus dem Reformhaus wirkt auch sehr sanft abführend. Das habe ich selbst auch schon zum Start von Fastenkuren genommen und wird auch in kleineren Dosen (wirkt nicht abführend) zwischendurch als Basenpulver empfohlen. Ich bevorzuge halt eher pure Substanzen ohne Zusatzstoffe.
Liebe Grüße,
Sandra
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Hallo!

Schön dass es dieses Forum gibt. Am Sonntag war mein Darmentleerungstag und ich habe für das Glas mit Glaubersalz über eine Stunde gebraucht. Es hat mich zu sehr gegraust.

Auf jeden Fall hatte ich am Sonntag meinen Darmentleerungstag und habe dafür ein Glas Glaubersalz getrunken. Jedoch hat das über eine Stunde gedauert. Das bedeutet, es kam am Sonntag nicht allzu viel raus. Dann hab ich gestern noch Flohsamenschalen getrunken und es kam noch gar nichts. Jetzt meine Frage: soll ich dann heute mit dem Einlauf beginnen?
Sabrina
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Hallo Sabrina!
Ja, sowas kann schon mal passieren, dass der Darm nix hergibt. Vielleicht brauchst du einfach mehr Glaubersalz - gewöhnlich nimmt man etwa 30 g auf einen halben Liter Wasser und trinkt es innerhalb einer viertel Stunde. Wenn das für dich aber zu ekelig schmeckt, kannst du es auch mit Rizinusöl oder Abführtee aus der Apotheke probieren. Es ist prinzipiell nicht schlimm, wenn du nicht gleich am ersten Tag entleert bist. Probier doch mal, heute und morgen Einläufe zu machen und schau, was dein Darm dazu meint. Vielleicht geht es bei dir ja auf die sanfte Art. Wenn das Ergebnis unbefriedigend sein sollte, mache einfach noch einen Versuch mit einem oralen Abführmittel wie dem Abführtee.
Liebe Grüße,
Sandra
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Liebe Sandra,
ich habe das Problem, dass das Glaubersalz bei der Darmentleerung für mich zu aggressiv ist. Ich bekomme dadurch sehr starke Krämpfe und ich brauche Tage, um mich davon zu erholen. Kennst du aus eigener Erfahrung Alternativen, die du empfehlen könntest?
Liebe Grüße,
Magdalena
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Liebe Magdalena,

Glaubersalz ist tatsächlich für viele Menschen zu aggressiv. Ich selbst vertrage es auch nicht gut und verwende daher milde Abführmittel, die die Darmperistaltik natürlich und sanft anregen. Flohsamenschalen, Zitronenwasser und Pflaumensaft sind sehr gute Möglichkeiten. Sollte das aber wiederum zu wenig tun, wäre ein schwach eingekochter Abführtee aus Sennes und Faulbaumrinde zu probieren. Ich habe einen ganzen Artikel über die Möglichkeiten der Darmentleerung geschrieben, den du hier nachlesen kannst. Ich hoffe, es ist dir damit geholfen.

Ganz liebe Grüße,
Sandra
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Hi Sandra,

ich nutze auch eine ganz gute Methode zur sanften Darmentleerung. Ich habe das Buch Darm mit Charme gelesen und dort wird ja auch die Hocke zur gründlichen Darmreinigung empfohlen. Ich habe die ganz ursprüngliche Sitzhaltung direkt ausprobiert und war einfach erstaunt, wie viel schneller und gründlicher ich meinen Darm entleeren kann. Für die Hocke habe ich mir einfach einen medizinischen Toilettenhocker angeschafft. Ich persönlich finde erstaunlich, dass man auf ganz natürliche Weise viele Darmbeschwerden behandeln und sogar vorbeugen kann.

Yvonne
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Liebe Yvonne,

danke für deine Zeilen. Ja, die natürlichen Methoden sind auf keinen Fall zu unterschätzen. Die Hocke beim Stuhlgang ist eine gute Möglichkeit zur Erleichterung. Es freut mich, dass diese Methode für dich so gut funktioniert!

Liebe Grüße, Sandra
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Hallo Sandra,

ich will es ganz kurz machen, damit Du mir vielleicht auch kurz antworten kannst!? Ich faste seit letztem Montag, Sonntag davor abgeführt mit Glaubersalz, zwischendurch alle zwei Tage ein großes Glas Sauerkrautsaft. Bin also heute am 7. Tag und geplant ist noch bis Mittwoch! Ich habe aber immer wieder Hunger und der Margen knurrt, außerdem gelegentlich Darmgeräusche!

Nun meine Frage: Ist der Darm vielleicht immer noch nicht richtig entleert!? Ich überlege heute sonst nochmal Glaubersalz zu nehmen?

Liebe Grüße,

S

ps: Deine Seite und Deine Videos sind echt super!??
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Hallo,

ich antworte dir natürlich sehr gerne. Es ist so: Mit dem Trinken des Glaubersalzes beginnt das Fasten, das heißt, danach wird nicht mehr gegessen. Es ist dennoch so, dass bei den meisten Menschen eine einmalige Glaubersalz-Einnahme zur kompletten Darmreinigung nicht ausreicht. Das heißt, es ist sehr zu empfehlen, jeden Tag bzw. mindestens jeden 2. Tag während des Fastens einen Einlauf zu machen, um die Stuhlreste aus dem Dickdarm zu spülen. Wenn du das nicht machst, bleiben diese während der gesamten Fastenzeit drin und es kann zur Rückvergiftung kommen.

Nur wenige Menschen haben während des Fastens Stuhlgang, diese müssen keinen Einlauf machen, da der Darm von selbst alles nach draußen befördert. Sauerkrautsaft kann zu Stuhlgang führen, wenn das bei dir so ist, brauchst du auch keinen Einlauf. Sauerkrautsaft kann übrigend zu starken Darmgeräuschen und auch leichten Krämpfen führen. Ich vertrage ihn z. B. nicht.

Wenn du Einläufe gar nicht magst, ist es auch möglich, ein weiteres Mal das Glaubersalz zu nehmen, aber Vorsicht: abführen während der Fastenkur kann bei manchen Menschen zu schweren Kreislaufproblemen führen. Also Einläufe sind mit Abstand die schonendste Methode. Ist ja auch nichts dabei: Wasser rein - Wasser raus, fertig.

Liebe Grüße,

Sandra
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Hallo,

habe beim TCM Mediziner Infos bekommen, dass mein Dauerreizhusten auf eine Leberschwäche zurückzuführen ist, habe seit 4 Wochen dementsprechende Medizin (Pillen) eingenommen, hilft ganz gut. Als Ergänzung zur Leberreinigung sollen Einläufe mit Kaffee wirksam sein. Bitte darüber um Auskunft.

Danke und lieben Gruß!
Gesundheitszwerg
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Lieber Gesundheitszwerg,

freu mich, dass du selbst hier her gefunden hast ?

Kaffee-Einläufe können tatsächlich bei vielerlei Beschwerden helfen. Ich erinnere mich, bei meiner Ausbildung zur Fastenbegleiterin hat meine Lehrerin erzählt, wie sie bei Alkoholikern mit Kaffee-Einläufen den Entzug begleitet hat und auch danach deren Leber damit zu regenerieren geholfen hat. Damals wurde ich das erste Mal auf dieses Thema gebracht. Mittlerweile empfehle ich die Kaffee-Einläufe gerne, wenn jemand beim Fasten starkes Kopfweh hat. Er soll aber auch allgemein das Immunsystem anregen, bei Allergien, Infektionskrankheiten, Darmgeschichten und vielem mehr helfen. Ich selbst mache ihn, wenn ich eine Migräneattacke habe. Hilft fast immer.

Gerade in der Detox-Szene wird der Kaffee-Einlauf als eine der besten Entgiftungsmaßnahmen gehandelt. Ich bereite den Kaffee-Einlauf so zu: Ich mache mir mit 1/4 Liter Wasser und 2 TL gemahlenem Bio-Kaffee einen normalen Filterkaffee. Den verdünne ich dann mit Wasser auf einen Liter. Diesen verdünnten Kaffee gebe ich, wenn er handwarm ist, in das Einlaufgerät und los geht’s. Tipp: vorher mit Wasser einen Einlauf machen, damit der Stuhl aus dem Enddarm draußen ist, wenn du den Kaffee-Einlauf machst.

Ich kann dir ein kleines Büchlein zu diesem tatsächlich sehr umfangreichen Thema des Kaffee-Einlaufs empfehlen. Da hast du dann alle wichtigen Infos dafür: Der Kaffee-Einlauf: Entgiftung und Schmerztherapie(*)

Alles Gute dir und liebe Grüße,

Sandra
 

Anonymer Benutzer

Administrator
Liebe Sandra,

vielen Dank für die guten Tipps.

wie oft kann man solche Kaffeeeinläufe machen?
1x pro Woche/im Monat?

lieben Gruß
dein Gesundheitszwerg
 

Sandra Exl

Administrator
Teammitglied
Lieber Gesundheitszwerg,

ich selbst wende den Kaffee-Einlauf nur bei Bedarf an. Kopfweh ist dabei meine Hauptindikation. Für längere und regelmäßige Anwendungen bin ich keine Spezialistin, darum habe ich dir das Buch empfohlen. Es gibt im Internet auch viel darüber nachzulesen und hier reicht die Anwendungshäufigkeit von mehrmals am Tag bis einmal pro Woche, je nach Indikation. Ich denke aber, wenn man es so intensiv betreibt, sollte man eine/n HeilpraktikerIn oder ÄrztIn an seiner Seite haben, der/die sich damit gut auskennt.

Liebe Grüße,

Sandra
 
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