Fastenkrise - Erfahrungsberichte, Fragen und Antworten

Liebe Rike,
oh wie ich das kenne. Bei mir selbst ist es bei manchen Fastenkuren auch so, dass sich der Blutdruck einfach durch kaum etwas, was ich unternehme, beeindrucken lässt. Am ehesten helfen dann noch die kalten Güsse in der Dusche - zumindest an Armen und Beinen. Auch Trockenbürstenmassagen beleben einigermaßen. Einen frischgepresster Apfel-Ingwer-Saft (darf richtig scharf sein) kann ich auch empfehlen.
Aber letztendlich sind für mich solche Tage einfach ein Anlass für ganz viel Ruhe... ich hocke mich dann mit einem guten Buch auf meinen Lesesessel und mache zwischendurch maximal einen schönen Waldspaziergang. An joggen ist bei mir dann nicht zu denken, also Hut ab für deine Disziplin
Ich hoffe, du kannst dir auch so viel Ruhe gönnen. Wenn du irgendwelchen Tätigkeiten nachgehen musst, trinke in der Früh, zu Mittag und eventuell am Nachmittag ein Glas Obst- und Gemüsesaft - das stabilisiert den Kreislauf merklich.
Ich wünsche dir alles Gute und schicke ganz liebe Grüße,
Sandra
 
Guten Abend liebe Sandra, ich danke dir für deine vielen Anregungen. Kalt abduschen mach ich such jeden Tag. Den Apfel- Ingwersaft werd ich ausprobieren! Ich kann mir leider nicht viel Ruhe gönnen, muss schon funktionieren. Ich habe gestern und heute Mittag eine kleine Tasse Kaffee getrunken...hat mir jeweils über den Tag geholfen ? Jetzt geht die Zitterei wieder los, aber ich geh eh gleich in mein gemütliches Bett. Ich danke dir recht herzlich für deine Tipps und wünsche dir einen entspannten Abend!
Herzliche Grüße Rike
 
Liebe Rike,
ja gegen ein Tässchen Kaffee (schwarz oder mit Pflanzenmilch) hab ich auch nichts einzuwenden.
Wenn die Zitterei kommt, trink ein Glas Bio-Saft, denn der Unterzucker macht diese Symptome. Vor dem Schlafengehen bewirkt der Saft auch einen besseren Schlaf.
Alles Gute dir und herzliche Grüße,
Sandra
 
((Admin Hinweis: Email Verkehr/Eingestellt mit freundlicher Erlaubnis der Schreiberin)

Hallo Ihr Lieben,

ich habe ab Jan. 2017 40 Tage gefastet, (Wasser, Tee und Gemüsebrühe) und es war super. Nach 3 Tagen war der Hunger für die gesamte Zeit komplett weg.

Diesen Sommer habe ich dann wieder gefastet, aber es war anders, es war schrecklich.

2017 hatte ich mich gar nicht über fasten informiert, habe einfach nicht mehr gegessen.

Dieses Jahr wollte ich alles richtig machen: Entlastungstag, Darmentleerung mit Passage Salz und dann weiter nach dem Buchinger Prinzip. Dann ....nach 3 Tagen immer noch Hunger. Nach einer Woche immer noch HUNGER. 30 Tage fasten, 30 Tage Hunger. Es war die Hölle. Aber mein Arzt hatte 15 kg Übergewicht, Zuckerwerte Richtung Prädiabetes und Bluthochdruck festgestellt und da fasten sehr hilft, um diese Dinge wieder zu regulieren, wollte ich nicht aufgeben.

Heute will ich es nochmal versuchen, habe soeben das Passage Salz genommen.

Habe jetzt Angst, dass der Hunger wieder bleibt. Ich habe beim letzten Fasten das Internet / Google hoch und runter gesucht auf deutsch und englisch, aber keine Antwort gefunden, warum das Hungergefühl nicht ging und der Magen sich so zusammenzog und Hunger signalisierte, obwohl genug Reserven da waren. (84 kg bei 166cm Körpergröße). Wisst ihr woran es evtl. gelegen hat.

Was muss ich diesmal anders machen?

Mein Anfangsgewicht heute ist 78 kg.

Ich kann es kaum erwarten von euch zu hören.

DANKE für eure Hilfe.

GlG

Silvia
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Liebe Silvia,

tatsächlich kennen wir das „Problem“ Hunger beim Fasten auch. Es ist auch unsere Erfahrung, dass manche Fastenkuren ganz ohne Hunger verlaufen und andere wiederum eine Katastrophe sind, weil der Hunger so plagt. Den Zusammenhang haben wir selbst aber leider auch nicht zu 100 Prozent ausmachen können. Interessanterweise ist es am Anfang des Jahren (wir fasten auch meist im Jänner) leichter und in der warmen Jahreszeit schwerer. Woran das liegt, weiß ich nicht. Es ist auch nicht bei allen Menschen so. Ich kann nur mutmaßen, dass es vielleicht in unseren Genen liegt, weil der frühe Mensch ja im Sommer immer zu essen hatte und im Winter das Nahrungsangebot knapp war und er somit häufig fasten musste. Ich merke auch abseits des Fastens, dass ich im Sommer mehr Appetit habe – die frische Luft und die viele Bewegung im Freien empfinde ich als appetitanregend.

Nach dieser Theorie müsste dein Fastenvorhaben jetzt gut laufen ? Ansonsten habe ich im Artikel Fastenkrise – Was tun? einen Punkt über Hungergefühle und Maßnahmen dagegen, die zumindest etwas helfen können, wenn der Hunger auftritt.

Vielleicht lässt du mich mal wissen, wie es diesmal bei dir läuft… würde mich freuen.

Alles Liebe und Gute dir,
Sandra
 
Liebe Sandra,

du hattest recht, Diesmal klappt es gut, gleich am ersten Tag hatte ich keinen Hunger mehr.
Heute ist Tag 12. Nun habe ich noch eine Frage. Ist es richtig, dass man während des ganzen Fastens jeden Tag 200 ml Reine Buttermilch trinken darf??

Ich trinke sonst nur Wasser, Tee und 300 ml Brühe pro Tag und die Abwechslung im Geschmack wäre schon toll. Ich dachte, ich frag lieber, denn ich möchte auf keinen Fall die Autophagie, die Selbstheilungskräfte oder die Gewichtsabnahme stoppen!

Außerdem interessiert mich wie lange ich fasten muss, bis der Blutdruck dauerhaft gute Werte hat.
Vor dem fasten lag er bei 149:93. Ich habe vor 6 Monaten alle Medikamente abgesetzt, weil ich die Giftstoffe nicht mehr im Körper haben möchte und es war unglaublich was beim letzten Fasten aus dem Darm heraus kam...... meterlanger Schleim....ich hab mich erst richtig erschrocken.

Ich freue mich auf deine Antwort.

Liebe Grüße
Silvia
 
Liebe Silvia,

es freut mich, dass dir diese Fastenkur leicht fällt ? Ja, manche Menschen trinken eine Tasse Buttermilch beim Fasten. Ich mache das selbst auch zwischendurch. Allerdings hat man dann halt wieder etwas Verdauung und Stuhlgang. Manchmal regt das auch den Appetit an. Aber grundsätzlich schadet diese kleine Menge nicht und du kannst ausprobieren, ob es dir zusagt.

Die Länge der Fastenkur richtet sich grundsätzlich nach der Verfassung des Fastenden. Dazu ist ein zwischenzeitlicher Check beim Arzt zu empfehlen, vor allem, wenn es länger als zwei Wochen dauert. Wann der Blutdruck reagiert, ist sehr individuell, bei manchen ist eine Woche ausreichend, beim nächsten dauert es länger. Aber prinzipiell wirken regelmäßige Fastenkuren, auch wenn sie "nur" eine Woche dauern, langfristig gesehen positiv auf den Blutdruck. Die Ernährung zwischen den Fastenkuren ist dabei selbstverständlich auch ausschlaggebend.

Die langen "Schlangen", die beim Fasten manchmal ausgeschieden werden, sind die oberste Zellschicht der Darmschleimhaut. Diese Strukturen können aussehen wie Würmer und die Leute erschrecken sich, wenn sie so etwas in der Toilette sehen. Aber diese abgelösten Schleimhautstücke sind ein Zeichen der Reinigung und Erneuerung.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute, auch für die Aufbautage ?
Ganz liebe Grüße,
Sandra
 
Hallo liebe Sandra,

ich bin gerade am 4. Tag meiner 2. Fastenkur. Während meiner 1.Kur hast du mich hier auch schon gut bestärkt, vielleicht erinnerst du dich..
Na jedenfalls hab ich wieder ein oder zwei Fragen. Die ersten 3 Tage ging es mir wirklich recht gut, lediglich Kopfweh und Hunger/Appetitgefühle. Heute morgen hab ich meinen BZ gemessen, er lag bei 55 mg/dl. Dementsprechend ist mir etwas zittrig und müde/schlapp/leichte Übelkeit. Daraufhin nahm ich 1TL Honig ein. Trotzdem habe ich mich gefragt, ob solche BZ-Werte normal sind (quasi andere/neue Normwerte im Blut?) in so einer Fastenzeit, da sich ja der Stoffwechsel umstellt und ob man dann überhaupt nachhelfen sollte/müsste (bspw. mit Honig) oder ob das nicht so sinnvoll ist?
Das andere ist die Gemüsebrühe. Bin etwas angewidert davon. So ähnlich ging es mir schon beim ersten Mal. Mag auch gar nicht daran denken...
Dachte es läge am Sellerie, deswegen hab diesmal keinen rein und auch nur ganz wenig anderes Wurzelgemüse. Aber irgendwie scheint es nicht zu helfen. Komisch bei mir! Hast du einen Tipp oder Alternative?

Och sag schonmal DANKE und freue mich auf deine Antwort.

Viele liebe Grüße

Tina
 
Hallo liebe Tina,

schön, wieder von dir zu lesen und dass du mitten in deiner zweiten Fastenkur bist
Ich halte es mit den Maßnahmen wie Honig oder Saft so, dass ich sie dann nehme, wenn ich Beschwerden habe. Manchmal geht mein BZ auch weit runter ohne, dass ich großartig was spüre. In diesem Fall mache ich nichts. Aber wenn ich rumzittere und beim Aufstehen das Herz wie wild pocht, dann ist es besser, es ein bisschen abzufedern.
Was die Fastensuppe betrifft, geht es Matthias ganz genauso. Er verweigert sie total und alleine ihr Geruch bereitet ihm Übelkeit. Er bekommt dann einfach einen Gemüsesaft - auch manchmal fertige Bio-Säfte. Im folgenden Artikel habe ich ein paar einfache Rezepte bzw. unsere Lieblingsmarke für fertige Säfte angeführt: Saftkur: Genaue Anleitung & Tipps zum Saftfasten (heilfasten-portal.com)

Ich hoffe, meine Ausführungen sind dir eine Hilfe
Alles Gute weiterhin,
Sandra
 
Liebe Sandra,
erst mal wünsche ich Dir ein Frohes Neues Jahr! Möge sich die Corona-Situation bald entspannen, es wieder mehr "Wir" geben und wir wieder mehr Nähe zulassen können. Das würde uns allen sicherlich gut tun.
Dieses Jahr habe ich gleich am 1. Januar spontan mit dem Heilfasten begonnen, was bedeutete, dass ich nicht wirklich vorbereitet war und die Entlastungstage "übersprungen" hatte, denn an Sylvester gab es ja auch noch den obligatorischen Wein und Cremant zum Anstoßen. Da verwundert es nicht, dass am 3. - 4. Tag eine heftige Fastenkrise folgte und ich mich nur noch mit heftigen Gliederschmerzen, Kreislaufproblemen und Übelkeit quälen musste. Als ich mich 2 Tage hinter einander übergeben musste und ich das Gefühl hatte, nicht einen Tropfen Flüssigkeit zu mir nehmen zu können, war ich so weit, dass ich überlegte, das Heilfasten abzubrechen. Am 5. Tag wurde es dann deutlich besser. Noch etwas wackelig auf den Beinen, immer noch schnell müde und körperlich nicht allzu belastbar will ich aber bis Tag 10 durchhalten. Ein Phänomen, das mir bislang noch nie untergekommen war ist, dass ich auf einmal kaum noch Gewicht verliere. Tag 4 auf 5 waren es noch 1,2 kg, Tag 5 auf 6 keinerlei Gewichtsverlust, Tag 6 auf 7 dann 400 Gramm weniger und von Tag 7 auf 8 noch 100g. Ich mache jeden Tag Einlauf, trinke nur Tee und Wasser, esse abends meine Fastensuppe und mache lange Spaziergänge. Hilft alles nix. Kannst Du mir sagen, wovon das kommt? Ich werde mein Sportprogramm langsam wieder intensivieren aber sonst fällt mir dazu nichts ein. Hast Du eine Idee?
Liebe Grüße aus München!
Marissa
 
Hallo liebe Marissa,

auch dir ein gutes neues Jahr Auf dass es wieder zwischenmenschliche Nähe und Entspannung mir sich bringen möge

Ja, vom Silvesterabend direkt ins Fasten zu starten kann einem schon etwas zu schaffen machen. Hut ab, dass du es dann auch durchgezogen hast!
Die Gewichtsabnahme an den einzelnen Tagen hängt mit vielen Faktoren zusammen. Gerade zu Beginn verliert man viel Wasser und natürlich auch den Darminhalt, da können in drei Tagen oft schon 2-3 Kilos schwinden. Danach geht es meist viel langsamer. Je nach Zyklustag und Hormonsituation, kann es sogar sein, dass wieder etwas Wasser eingelagert wird, was dann wie eine Gewichtszunahme erscheint, jedoch nur Wasser ist. Oft kommt dann am 7. oder 8. Tag wieder ein Schwung, wo man mehr Gewicht verliert.
Wenn es dir vor allem ums Abnehmen geht, spielt die Zeit nach dem Fasten wohl die entscheidende Rolle, denn in den 7-10 Fastentagen kann man abnehmtechnisch ohnehin keine Bäume ausreißen. Eine Fastenkur kann aber ein sehr guter Start in eine Ernährungsumstellung sein, mit der man dann nachhaltig Gewicht abbauen kann. Falls dies bei dir der Fall sein sollte habe ich hier einen sehr umfangreichen Artikel für dich: https://gesundheit.lanaprinzip.com/gesund-abnehmen/

Herzliche Grüße von Kärnten nach München (heute habt ihr ja auch endlich Schnee bekommen, nicht wahr
Sandra
 
Hallo Sandra.

Ich melde mich zurück mit neuen Erkenntnissen. Heute befinde ich mich im 5 Fastentag und ich fühle mich ausgezeichnet. Ich möchte berichten, wie es mir dieses Mal ergangen ist, da ich selbst leider kaum Anmerkungen von anderen finde, denen es schlecht geht. Vielleicht hilft es ja irgendjemandem, wenn ich das hier festhalte.
Dieses Mal war die Idee zu fasten recht kurzentschlossen, aber für einen Entlastungstag hat es gereicht. Am ersten Fastentag war ich zwar irgendwie verlangsamt, aber alles lief gut an. Gleich am Abend stellte sich mein erster Entzug ein: Kaffee. Durch den plötzlichen Start hatte ich nicht genug den Kaffeekonsum reduziert und bekam die Quittung mit starkem Kopfweh, zur Migräne, bis hin zum übergeben. Dieser Tag war dann leider dahin!
Am zweiten Tag ging es mir dann schon richtig gut und Hungergefühl hatte ich gar nicht. Bei den Essenszeiten habe ich mich vor meiner speisenden Familie versteckt und war viel Spazieren.
Am Nachmittag machte mir das gleiche Problem zu schaffen wie schon im Herbst. Die Rückenschmerzen setzten ein. Es war leidig. Jedes Mal, wenn ich mich hinlegen wollte wurde ich von quälenden Schmerzen wieder in die sitzende Position gezwungen und das leider auch die ganze Nacht durch. Wärme, Auflagen, Wechselduschen... Nichts konnte die Situation verbessern. Leider musste ich am Ende doch eine Schmerztablette nehmen, um am Ende doch noch vier Stunden Schlaf zu bekommen.
Am darauffolgenden Tag (die Hochgefühle, die Wachheit, die Motivation. alles schon voll da) konnte ich einen wunderschönen Tag im Garten mit leichter Gartenarbeit. Brühe, Tee und viel Wasser verbringen. Am Abend folgten leider wieder die schrecklichen Schmerzen. Ich musste immer in Bewegung bleiben, damit ich keine Schmerzen hatte, auch Nachts!
Schon im Herbst hatte ich Ärzte und Apotheken abgeklappert um Hilfe zu finden und dieses Mal war ich sogar beim Endokrinologen einen Tag vor dem Fasten um sicher zu stellen, dass das Fasten zu mir passt, aber keiner hatte einen Rat.
Eine Apothekerin meinte ich solle doch eine Kartoffel essen um die Azidose zu unterbrechen (leider ohne Erfolg). Dann dachte ich, wenn die Nerven so schmerzen, vielleicht brauche ich Bullrichs Vitalsalz und mehr Basenbäder... Aber es wurde nicht besser.
Am vierten Fastentag habe ich morgens einen Kaffee getrunken. Ich dachte, es ist meine letzte Möglichkeit, bevor ich das Fasten abbreche. Meine Theorie: Vielleicht leide ich immer noch unter dem Entzug von Kaffee?
Und tatsächlich: Nach diesem Kaffee stellten sich die Schmerzen vollständig ein, unfassbar. Ich habe an diesem Tag normal gearbeitet, war wach, aktiv und glücklich. Zum Abend begannen die Schmerzen wieder, als ob die Wirkung des Kaffees nachgelassen hätte. also trank ich noch eine zweite Tasse, und siehe da: Ich habe die Nacht bis 04:30 Uhr schmerzfrei verbracht!
Ich weiß, dass ich den Körper ja entgiften soll und auch auf Kaffee verzichten muss, Aber wenn ich statt Schmerzmitteln mit Kaffee ohne Schmerzen durch den Tag komme, muss ich das wohl erst mal in Kauf nehmen.
Nun aber eine Frage nach diesem Roman:
Macht es denn Sinn zu fasten, wenn ich eben nur so zurecht komme?

Ich freue mich auf eine Antwort (egal wie lang oder kurz)
Viele Grüße Susanne
 
Hallo liebe Susanne!

Zunächst mal danke, dass du hier deine Erfahrungen mitteilst. Genau das ist der Sinn dieses Forums
Obwohl ich schon seit über 20 Jahren selbst faste und mit vielen Gruppen gefastet habe, ist mir der Zusammenhang zwischen Rückenschmerzen und Kaffee noch nicht bewusst untergekommen. Ich finde das höchst interessant!
Da Rückenschmerzen auch bei Menschen auftreten, die vor dem Fasten keinen Kaffee getrunken haben, muss es nicht unweigerlich am Kaffeeentzug liegen, zumal der nach 5 Tagen schon durch ist. Aber offensichtlich macht der Kaffee etwas, das die Schmerzen beseitigt. Es wäre so spannend, da dahinter zu kommen. Ich werde da mal recherchieren.

Wenn du mich fragst, ob das Fasten Sinn macht, wenn man 1-2 Tassen Kaffee am Tag trinkt, bekommst du ein klares JA von mir. Der Zellreinigungsprozess, die sogenannte Autophagie, ist einer der wesentlichen Prozesse beim Fasten, der für die gesundheitsfördernde Wirkung des Nahrungsentzugs verantwortlich ist. Dieser Prozess wird von Kaffee (auch von koffeinfreiem) sogar noch angekurbelt. Ich habe hier darüber geschrieben.
Dass man Kaffee beim Fasten trotzdem eher weglässt, stammt vor allem aus früheren Ansichten, dass Kaffee tendenziell ungesund sei. Dies wurde inzwischen durch etliche Studien revidiert. Dennoch ist es halt eine Fastentradition, den Kaffee beim Heilfasten wegzulassen - wissenschaftlichen Grund gibt es dafür ehrlichgesagt keinen. Man könnte mit den Röststoffen argumentieren, die den Magen reizen könnten, vor allem, wenn er leer ist. Dann sollte man ihn tatsächlich meiden oder reizarme, magenschonende Kaffeesorten ausprobieren. Ein Schuss Pflanzenmilch macht ihn meist auch besser verträglich für den Magen. Das psychoaktive Koffein zwischendurch mal wegzulassen, wäre vielleicht auch ein Gedanke, allerdings weiß man auch nicht wirklich, ob das irgendwelche Vorteile hat.
Kurz zusammengefasst: Ich mache kein Dogma daraus, ob man beim Fasten etwas Kaffee trinken darf oder nicht. Gegen Schmerzen eingesetzt ist er doch offensichtlich ein wunderbares Mittel - aus meiner Sicht viel besser als Schmerztabletten. Mich würde noch interessieren, ob die Wirkung gegen Rückenschmerzen auch mit koffeinfreiem Kaffee eintritt. Hast du das schon mal probiert?

Soweit meine Gedanken dazu

Danke nochmal für deine wertvollen Zeilen und alles Gute dir,
Sandra
 
Hallo, ich bin neu hier im Portal, habe aber schon einiges zum Fasten gelesen und auch schon wiederholt gefastet. Vielen Dank für die tollen Tipps die man bei euch bekommt!
Ich bin gerade am Fasten, nehme nur Wasser, verdünnte Säfte und Brühe zu mir. Heute ist Tag 9 und ich fühle mich unglaublich schlapp und energielos. Es ist nicht der Kreislauf, der ist super! Auch der bisher bekannte Energieschub am Anfang der Fastenkur blieb dieses Mal aus. Ich bewege mich täglich, schlafe ausreichend, Pausen hab ich wenig, was mit 2 kleinen Kindern eher schwierig ist. Auch grummelt ständig der Magen und im Darm rumort es. Ich habe am Tag 1 geglaubert, an Tag 2 und 3 einen Einlauf gemacht und dann jeden 2. Tag wieder. Die positive Wirkung auf die Haut blieb bisher auch aus, die Pickel sprießen...
Hat jemand einen Tipp für mich? Bin kurz davor abzubrechen, obwohl ich gerne 14 Tage gemacht hätte. Gewichtsmäßig habe ich noch Reserven am Körper...
 
Hallo Anja,

willkommen hier im Forum Wir freuen uns, dass du unser Heilfasten-Portal als Bereicherung empfindest!
Zu deiner Frage: Ich kann dir nur sagen, dass ich seit über 20 Jahren regelmäßig faste und es immer wieder mal zu solchen "schwierigen" Fastenkuren kommt. Die Ursachen dafür können sehr unterschiedlich sein, z.B. der momentane Hormonstatus, Vitalstoffstatus, allgemeine Konstitution, psychische Situation und und und...
Ich für meinen Teil beende eine Fastenkur, bei der ich nur müde bin, frühzeitig und probiere es in einigen Monaten wieder. Meistens ist es dann wieder wie gewohnt.
Ich wünsche dir alles Gute und schicke dir liebe Grüße aus Kärnten, Sandra
 
Liebe Sandra,

Ich bin von deinem Forum und den Videos total begeistert, konnte soviel Wissen für mich dazugewinnen.

Heute ist Tag 7 meiner 2. Heilfastenkur und bis gestern ging es mir, bis auf die üblichen Auf und Abs, sehr gut. Da das Wetter gestern so schön war, bin ich morgens und abends jeweils 5000 Schritte gelaufen, obwohl ich mich diesmal nicht so "stark" fühle und mich eher nach Ruhe und kleinen Spaziergängen fühle. Auch habe ich gestern zum ersten Mal Vitamin D3 und K2 genommen.

Heute Nacht bin ich davon aufgewacht, dass mein Herz "zappelte", bin in Todesangst aus dem Bett, durch die Wohnung gelaufen, nach einiger Zeit hat es sich wieder beruhigt. Ich war morgens gleich beim Arzt, EKG normal. Er meinte, das wären leiche Herzrythmusstörungen, ich solle mir keine Sorgen machen, nicht krankhaft. Er weiß, dass ich heute am Tag 7 bin und meinte, wenn ich mich gut fühlen würde, könnte ich weiterfasten und solle jeden Tag neu entscheiden.

Zählt das auch zu Fastenkrisen? Ich gestehe ehrlich, dass ich diese Woche gearbeitet habe (Homeoffice) und ausser 30min Ruhen mittags mich nicht schonen konnte. Vll war das zuviel. Gerne würde ich bis Tag 10 durchhalten, da es meinem Rheuma/ Arthrose so gut tut. Seit Tag 4 habe ich keine Schmerzen mehr und ab dem 1. Tag sind auch meine Hitzewallungen verschwunden.

Für deinen Rat wäre ich dir sehr dankbar,
Birgit
 
Hallo liebe Birgit,

ich finde es gut, dass du bereits beim Arzt warst. Ich selbst habe auch manchmal leichte Herzrhythmusstörungen, vor allem, wenn mein Blutdruck sehr niedrig ist. Beim Fasten ist das somit eher der Fall, denn da geht der Blutdruck in der Regel etwas runter. Manche Menschen spüren ein verstärktes Herzklopfen beim Fasten, vor allem in der Nacht, aber das sind alles recht typische Fastenerscheinungen.
Es ist übrigens besser, falls du seitlich schläfst, auf der rechten Seite zu schlafen, denn wenn man links rum liegt, spürt man der Herz deutlicher und es macht auch mehr Stolperer.
Ich freue mich für dich, dass deine rheumatischen Beschwerden und Hitzewallungen weg sind. Ich verstehe, dass du da gerne weiterfasten möchtest. Du hast ja das grüne Licht vom Arzt, somit sehe ich da auch nichts, was dagegen sprechen sollte.
Nur, wenn dein Körper nach Ruhe verlangt, gib sie ihm. Das können auch mal 5 Minuten zwischendurch sein, in denen du dich hinlegst oder setzt und ganz ruhig atmest und runterkommst. Und wenn dir eher nach einem ruhigen Spaziergang ist, dann ist das völlig in Ordnung, du musst dich an solchen Tagen nicht zu mehr zwingen. Es gibt bei mir manchmal Tage, wo einfaches Gehen schon anstrengend ist, und am nächsten Tag dann könnte ich Bäume ausreisen... ich passe meine Aktivität einfach dahingehend an, wie ich mich fühle.

Ich hoffe, meine Zeilen sind dir eine kleine Hilfe und dein Fasten verläuft entspannt weiter
Alles Gute dir und herzliche Grüße aus Kärnten
Sandra
 
Hallo Sandra,

herzlichen Dank für deine Antwort. Sie erreichte mich zum richtigen Zeitpunkt.

Nachdem ich letzte Nacht wieder von Herzklopfen (bei weitem nicht so schlimm wie die Nacht zuvor) aufwachte, war ich sicher, heute das Fasten zu brechen. Aber ermutigt durch deine Worte (und die Aussage meines Arztes am Freitag) habe ich dies nicht getan und es wurde der beste Tag seit meinem Beginn. Ich hatte ein absolutes Fastenhoch, habe mich sehr gut gefühlt. Aber ich habe mir auch Ruhe und einen langen Mittagsschlaf gegönnt.

Ich entscheide nun jeden Morgen neu, ob ich beende oder den kommenden Tag noch faste.

Danke nochmal für deine schnelle Rückmeldung.

Liebe Grüße Birgit
 
Liebe Birgit,

ja, so geht es mir auch manchmal... Hin und wieder gibt es Fastenkuren, die eher durchwachsen sind und da entscheide ich ebenfalls ganz spontan, wann ich sie beende. Ruhe wirkt oft Wunder

Ganz liebe Grüße,
Sandra
 
Liebe Sandra,

erst einmal vielen Dank für deine tollen und sehr informativen Beiträge. Da sind soo viele Tips und Wissen reingepackt, unglaublich. Ich freute mich jeden morgen auf dein Video-Blog während meiner Fastenzeit. Das war das Highlight des Tages!!!

Heute bin ich bei meinem 3. Aufbautag. Es war meine 4. Fastenkur, bis jetzt haben wir immer 7 Tage gefastet, bis auf dieses Mal, da haben wir einen Tag früher aufgehört. Der Grund war, ich hatte ab Tag 3 immer wieder öfter mit einer körperlichen Schwäche, vor allem morgens, und auch mit Kreislaufproblemen zu kämpfen. Ich denke auch, mit Unterzuckerung.

Ich glaube, die ersten beiden Tage habe ich mir bewegungstechnisch zu viel zugemutet. Wir machten jeden Tag Wanderungen von ca. 2 Stunden. Da wir viel Sport machen und auch viel Wanderungen unternehmen, dachte ich,wir sind schon ziemlich fit. Am Tag 3, abends konnte ich sehr schlecht einschlafen, hatte einen höheren Puls, wurde sehr unruhig, starke Ohrgeräusche, bekam dann richtig Panik. Ich stand dann wieder auf, lief umher, bekam dann Sehstörungen und es tanzten schwarze Punkte vor meinen Augen. Ich habe das Gefühl gehabt, ich falle gleich in Ohnmacht, hab mich dann auf den Boden gelegt und die Füße hochgelagert. Es ging dann gleich auch etwas besser. Habe dann 2 TL Honig genommen, da ich gefühlsmäßig dachte es könnte eine Unterzuckerung sein. Tatsächlich ging es mir dann auch schnell wieder besser. Am nächsten Tag war ich morgens noch etwas zittrig und schwach (wie fast jeden Morgen) aber nach meinem Tee mit Honig ging es mir wieder gut, wir konnten auch wieder raus in die Natur. Am Tag 6 nach unserer leichten Wanderung in der Natur fühlte ich mich aber so schwach und zittrig, dass ich beschloss das Fasten am 7. Tag zu brechen. Ich hatte immer wieder mit Schwächephasen zu kämpfen, vor allem nach dem aufstehen, dass war bei den vorherigen Fastenkuren nicht so.

Könnte das eine Unterzuckerung sein gewesen sein? Manchmal war es mir so dipplig, wie Watte im Kopf. Wenn ich aufstand, wurde mir oft schwarz vor Augen. Es war auf jeden Fall schwieriger als sonst. Ich freue mich jedenfalls nicht mehr so aufs nächste fasten.

Liebe Grüße

Corina
 
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